Was bedeutet automatisierter Formenbau?
Im Formenbau entstehen überwiegend individuelle Werkzeugkomponenten, Einzelteile und kleine Losgrößen. Automatisierung bedeutet deshalb nicht, große Mengen identischer Teile zu produzieren.
Entscheidend ist, unterschiedliche Werkstücke so vorzubereiten und digital zuzuordnen, dass definierte Bearbeitungsschritte automatisiert aufeinanderfolgen können. Dafür werden standardisierte Spannsysteme, Werkstück- und Werkzeughandling, digitale Fertigungsinformationen und reproduzierbare Abläufe miteinander verbunden.
Bei TIMM bildet diese Verbindung die Grundlage für eine automatisierte Fertigung, in der Bearbeitung, Handling, Messung und Prozesssteuerung aufeinander abgestimmt sind.
Welche Prozesse sind bei TIMM automatisiert?
Bei TIMM umfasst die Automation insbesondere HSC-Fräsen, Senkerodieren, die Bereitstellung und den Wechsel von Werkstücken und Elektroden, automatisierte Messabläufe sowie die digitale Verwaltung vorbereiteter Fertigungsaufträge.
Ein EROWA-Linearroboter verbindet die angebundenen Bearbeitungs- und Messstationen. Werkstücke und Elektroden können dadurch zwischen Lagerplätzen, Maschinen und Messtechnik übergeben werden.
Das Drahterodieren und weitere Fertigungsverfahren gehören ebenfalls zur Werkzeugfertigung bei TIMM, sind jedoch nicht pauschal Bestandteil dieser zentralen Roboterautomation.

Wie funktioniert die EROWA-Automation bei TIMM?
Der EROWA-Linearroboter übernimmt innerhalb der automatisierten Fertigungszelle die Bereitstellung und Übergabe vorbereiteter Werkstücke und Elektroden. Über einheitliche Spann- und Identifikationssysteme werden diese den vorgesehenen Bearbeitungs- oder Messstationen zugeordnet.
Bearbeitungsprogramme und Fertigungsinformationen sind digital mit dem jeweiligen Auftrag verbunden. Damit ist festgelegt, welches Werkstück auf welcher Maschine bearbeitet oder gemessen werden soll und welcher Prozessschritt anschließend vorgesehen ist.
Die Automation verbindet bei TIMM insbesondere HSC-Bearbeitung, Senkerodieren, Werkstück- und Elektrodenhandling sowie Messtechnik. Sie schafft die Grundlage für abgestimmte Bearbeitungsfolgen – auch bei individuellen Werkzeugkomponenten.
Welche Rolle spielt die digitale Prozesssteuerung?
Die digitale Prozesssteuerung koordiniert die vorbereiteten Fertigungsaufträge innerhalb der automatisierten Umgebung. Das bei TIMM eingesetzte System führt relevante Informationen zu Werkstücken, Elektroden, Programmen, Bearbeitungsständen und vorgesehenen Prozessschritten zusammen.
Dadurch ist nachvollziehbar, welches Werkstück einem Auftrag zugeordnet ist, welche Bearbeitung bereits erfolgt ist, welche Station vorgesehen ist und welcher Schritt als Nächstes folgen soll.
Die Steuerung unterstützt Organisation und Reihenfolge der Fertigung. Sie ersetzt jedoch nicht die technische Planung: Bearbeitungsstrategien, Programme, Prüfmerkmale und Freigaben werden zuvor fachlich festgelegt.

Warum ist Messtechnik Teil der Automation?
Messtechnik dient im automatisierten Formenbau nicht ausschließlich der abschließenden Kontrolle. Prüfungen können bereits zwischen einzelnen Bearbeitungsschritten in den Fertigungsprozess eingebunden werden.
Werkstücke und Elektroden werden mit den vorgegebenen Geometrien und Prüfmerkmalen verglichen. Die Messdaten helfen, den erreichten Fertigungsstand zu beurteilen und bilden die Grundlage für weitere Bearbeitungs- oder Korrekturschritte.
Abweichungen können so früh erkannt und technisch eingeordnet werden. Die Bewertung der Ergebnisse und die Entscheidung über das weitere Vorgehen bleiben Aufgaben qualifizierter Fachkräfte.
Welche Bearbeitungsschritte können mannlos laufen?
Vorbereitete und abgesicherte Bearbeitungsfolgen können bei TIMM auch außerhalb regulärer Bedienzeiten automatisiert laufen. Dafür müssen Werkstücke, Elektroden, Programme, Messabläufe und Prozessreihenfolge eindeutig vorbereitet und digital zugeordnet sein.
Automatisiert werden klar definierte Prozessschritte. Planung, Programmierung, Überwachung und technische Entscheidungen bleiben beim Fachpersonal. Automation erweitert damit die nutzbaren Maschinenzeiten, setzt jedoch einen sorgfältig vorbereiteten und beherrschten Fertigungsprozess voraus.
Automation ersetzt Erfahrung nicht
Automatisierte Systeme können Werkstücke bereitstellen, Bearbeitungen ausführen, Messabläufe starten und definierte Prozessfolgen koordinieren. Sie entscheiden jedoch nicht selbst, wie ein Werkzeug konstruiert, bearbeitet oder bei einer Abweichung korrigiert werden muss.
Fachwissen bleibt notwendig für Werkzeugkonzept, CAM-Strategie, Auswahl der Fertigungsverfahren, Bewertung von Messergebnissen, technische Korrekturen, Feinbearbeitung, Montage und Funktionsprüfung.
Bei TIMM ergänzen sich deshalb Automation und Maßarbeit: Reproduzierbare Prozessschritte werden automatisiert, technische Bewertung und werkzeugbauliche Entscheidungen bleiben beim Fachpersonal.
Automatisierte Fertigung bei TIMM
TIMM Stahlformenbau wurde 1978 gegründet. Die heutige vernetzte Fertigung ist das Ergebnis einer kontinuierlichen technischen Weiterentwicklung.
Für besonders präzisionsrelevante Fertigungs- und Messaufgaben steht bei TIMM ein klimatisierter Bereich zur Verfügung. Die Messtechnik unterstützt dort die Kontrolle relevanter Maße und Fertigungsstände unter definierten Bedingungen.
Die Automation ist in die Projektkette von der Werkzeugentwicklung bis zur Produktion und Messtechnik eingebunden.
Praxis: Automatisierte Werkzeugfertigung bei TIMM
Bei TIMM werden HSC-Bearbeitung, Senkerodieren, Werkstück- und Elektrodenhandling, Messtechnik und digitale Prozesssteuerung in einem abgestimmten Fertigungsumfeld miteinander verbunden.
Welche Vorteile hat Automation für ein Werkzeugprojekt?
Der Nutzen der Automation liegt vor allem in der technischen Beherrschung und Verzahnung wiederkehrender Fertigungsschritte.
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wiederholbare Bearbeitungs- und Handlingabläufe
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Nutzung vorbereiteter Maschinenzeiten außerhalb bemannter Phasen
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weniger manuelle Umspann- und Übergabeschritte
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eindeutige Zuordnung von Werkstücken, Programmen und Bearbeitungsständen
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nachvollziehbare Prozessplanung
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engere Verbindung von Bearbeitung und Messung
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belastbare Messdaten als Grundlage für weitere Entscheidungen
Welche Vorteile im konkreten Projekt relevant sind, hängt von Werkzeugaufbau, Bauteilgeometrie, Bearbeitungsverfahren und erforderlichen Prüfungen ab.
Die automatisierte Fertigung kann sowohl bei Spritzgussformen als auch bei Druckgussformen eingesetzt werden, sofern sich die betreffenden Werkzeugkomponenten und Prozessschritte dafür eignen.
Automatisierung für Ihr Werkzeugprojekt
Ob und in welchem Umfang eine Werkzeugkomponente automatisiert gefertigt werden kann, hängt von ihrer Geometrie, den erforderlichen Bearbeitungsschritten, der Aufspannung und den Prüfanforderungen ab.
Wir prüfen Ihre Aufgabenstellung und klären, wie Konstruktion, Fertigungsplanung, Automation und Messtechnik für das konkrete Werkzeugprojekt sinnvoll zusammenspielen können.

