
Präzisionsfertigung im Werkzeug- und Formenbau
TIMM verbindet HSC-Fräsen, Senkerodieren, Drahterodieren, Schleifen, manuelle Feinbearbeitung und 3D-Messtechnik zu einem abgestimmten Fertigungsprozess. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne Verfahren, sondern seine technisch sinnvolle Einbindung in die Herstellung des jeweiligen Werkzeugs.
Von der Konstruktion in die Fertigung
Eine fertigungsgerechte Werkzeugkonstruktion bildet die Grundlage für die nachfolgenden Bearbeitungsschritte. Aus den CAD-Daten werden in der CAM-Programmierung geeignete Bearbeitungsstrategien, Werkzeugwege und Aufspannungen entwickelt.
Der Ablauf verbindet: CAD-Konstruktion → CAM-Programmierung → Bearbeitungsstrategie → Fertigung → Messung → technische Abstimmung.
Erkenntnisse aus Fertigung und Messtechnik können dadurch in die weitere Bearbeitung und bei Bedarf in konstruktive Entscheidungen einfließen.
Welche Fertigungsverfahren werden im Werkzeugbau eingesetzt?
Werkzeugkomponenten werden meist nicht mit nur einem Verfahren hergestellt. Geometrie, Zugänglichkeit, Werkstoff, Oberfläche und Prüfanforderungen bestimmen den Bearbeitungsweg. Fräsen, Erodieren, Schleifen, Feinbearbeitung und Messtechnik ergänzen sich. Arbeitsvorbereitung, CAM und Messtechnik bilden gemeinsam einen durchgängigen Fertigungsablauf.
Kontrolliert
Klimatisierter Präzisionsbereich
für besonders präzisionsrelevante Aufgaben
Vernetzt
Abgestimmtes Handling
für Werkstücke, Elektroden und Bearbeitungswerkzeuge
Geprüft
3D-Messtechnik als Bestandteil des Fertigungsprozesses
Wie arbeiten Fertigung und Automation zusammen?
Vorbereitete Werkstücke, automatisierte Übergaben, HSC-Bearbeitung, Senkerodieren, Messabläufe und digitale Prozesssteuerung greifen ineinander. Röders-HSC, Senkerodieren, EROWA-Messtechnik und Handling sind Teil der zentralen Automation. Das Drahterodieren gehört nicht pauschal zur zentralen EROWA-Roboterautomation.
Welche Rolle spielt der klimatisierte Präzisionsbereich?
Besonders präzisionsrelevante Schlichtbearbeitungs- und Messaufgaben werden bei TIMM in einem abgetrennten, klimatisierten Präzisionsbereich durchgeführt.
Definierte Umgebungsbedingungen unterstützen dort die Verbindung von Bearbeitung und Messtechnik.
Der Bereich wird gezielt für besonders präzisionsrelevante Aufgaben genutzt.
Eine pauschale Zuordnung des gesamten Maschinenparks oder sämtlicher Schlichtbearbeitung erfolgt nicht.
Wie wird entschieden, welches Fertigungsverfahren eingesetzt wird?
Geometrie, Zugänglichkeit, Werkstoff, Bearbeitungszustand und Oberfläche bestimmen die Auswahl.
Hinzu kommen Genauigkeits- und Passungsanforderungen, Folgeprozesse, Prüfanforderungen, Montage und Werkzeugfunktion.
Ausgangspunkt ist die technische Anforderung der Werkzeugkomponente; daraus wird die geeignete Bearbeitungsfolge abgeleitet.


HSC-Fräsen für feinste Oberflächen
HSC-Fräsen eignet sich für präzise 3D-Konturen, Formeinsätze, Elektroden und komplexe Werkzeugkomponenten. Abgestimmte Bearbeitungsstrategien verbinden Schruppen und Schlichten; je nach Geometrie ist auch eine mehrseitige Bearbeitung möglich.
Fräsen
Röders RXP 500
Röders RFM 600 DS (5-Achs)
DMG DMU 80 T
DMG DMU 75 Monoblock (5-Achs)
Mikron VCP 600
DMG DMU 50 (5-Achs)
Wann ist Senkerodieren sinnvoll?
Senkerodieren eignet sich für tiefe Konturen, schmale oder schwer zugängliche Bereiche und definierte Formdetails – besonders bei Geometrien, die fräsend nur eingeschränkt herstellbar sind.
Welches Verfahren eingesetzt wird, richtet sich nach Geometrie, Zugänglichkeit und den Anforderungen an die jeweilige Werkzeugkomponente.
Senkerodieren kann innerhalb der abgestimmten Fertigung mit Handling, Messabläufen und digitaler Prozesssteuerung verbunden werden.
Wofür wird Drahterodieren eingesetzt?
Drahterodieren erzeugt präzise Konturen und Durchbrüche in elektrisch leitfähigen Werkstoffen.
Das Verfahren eignet sich auch für gehärtete Werkzeugkomponenten und geometrisch schwer zugängliche Bereiche.
Welche Rolle spielen Schleifen und manuelle Feinbearbeitung?
Flächenschleifen schafft definierte ebene Flächen und Funktionsbereiche. Je nach Projekt ergänzt manuelle Feinbearbeitung den Prozess bei Passungen, beim Entgraten, Polieren und der werkzeugbaulichen Abstimmung.
Automation und Maßarbeit ergänzen sich.


Qualität wird nicht nur gefertigt – sie wird gemessen
Messtechnik ist bei TIMM ein fester Bestandteil des Fertigungsprozesses. HSC-gefräste und senkerodierte Bauteile sowie Elektroden werden auf unserer 3D-Koordinatenmessmaschine mit dem digitalen Sollmodell verglichen.
Erst wenn die relevanten Messwerte innerhalb der vorgegebenen Toleranzen liegen, wird das Bauteil für den nächsten Prozessschritt freigegeben.
Qualitätskontrolle findet damit nicht erst am Ende eines Auftrags statt, sondern unmittelbar während der Fertigung.
Warum ist Messtechnik Teil der Fertigung?
Messung ist nicht nur Endkontrolle: Auch Zwischenstände können mit der Sollgeometrie verglichen werden, um Abweichungen zu erkennen und Änderungen nachvollziehbar zu machen.
Messdaten dienen als technische Entscheidungsgrundlage für weitere Bearbeitungsschritte.
Das Fachpersonal bewertet die Messdaten, legt erforderliche Korrekturen fest und gibt die nächsten Bearbeitungsschritte frei.

Qualität als gelebter Prozess
Ein nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziertes Qualitätsmanagement schafft die Grundlage. Entscheidend ist jedoch, wie konsequent es im täglichen Fertigungsprozess umgesetzt wird.
Bei TIMM sind transparente Abläufe, nachvollziehbare Prozessdaten und kontinuierliche Verbesserung fest in der Arbeitsweise verankert.
In Verbindung mit automatisierter Fertigung und integrierter Messtechnik entsteht daraus ein Qualitätsmanagement, das nicht nur dokumentiert, sondern unmittelbar in den Produktionsprozess eingreift.


Fertigung für Spritzguss- und Druckgussformen
Viele grundlegende Fertigungsverfahren werden sowohl bei Spritzgussformen als auch bei Druckgussformen eingesetzt. Die konkrete Bearbeitung richtet sich jedoch nach Werkzeugart, Werkstoff, Geometrie und den späteren mechanischen und thermischen Belastungen.
Formeinsätze, Schieber, Elektroden und weitere Werkzeugkomponenten benötigen deshalb eine projektspezifische Kombination aus Fräsen, Erodieren, Schleifen, Feinbearbeitung und Messtechnik.
Was bedeutet die Fertigung bei TIMM für Ihr Werkzeugprojekt?
Die Qualität einer Werkzeugkomponente entsteht nicht durch ein einzelnes Fertigungsverfahren. Entscheidend ist das abgestimmte Zusammenspiel von Planung, Fräsen, Erodieren, Schleifen, Feinbearbeitung und Messtechnik.
TIMM verbindet automatisierte, reproduzierbare Prozessschritte mit der Erfahrung des Werkzeugbaus. Bearbeitungsstände können während der Fertigung geprüft, Abweichungen technisch bewertet und nachfolgende Arbeitsschritte darauf abgestimmt werden.
So entsteht ein nachvollziehbarer Fertigungsprozess vom digitalen Modell bis zur abgestimmten Werkzeugkomponente.
